Alles hat ein Ende…

Endlich. Heute ist es soweit. Bei einem vollgepackten Programm ist es nicht einfach, ein Zeitfenster für das Schreiben eines Blogberichtes zu finden. Doch draussen regnet es seit Stunden, das Thermometer zeigt sommerliche 14 Grad an: wenn nicht jetzt, wann dann? Vor genau drei Wochen sind wir in Townsville, im Nordosten Australiens, gelandet. Nach ein paar Diskussionen am Zoll (unser Aufenthalt in Mittelamerika ist eine mögliche Gelbfieber-Quelle, die in Bali gekaufte Holzstatue könnte im Inneren Würmer beherbergen und bei der Frage, ob man Muscheln einführt, hätte man wohl «ja» ankreuzen müssen, wenn sich im Gepäck Muscheln befinden) durften wir das Land nach einer mündlichen Ermahnung und der Erwähnung, dass die mögliche Busse für unwahrheitsgemässes Ausfüllen des Zollformulars bis zu 360’000 Dollar (rund 275’000 Franken) beträgt, schlussendlich betreten.

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Korrigenda

Eigentlich hätte der Titel dieses Beitrages ja «von Hobbys und Talenten» heissen sollen, aber zu oft habe ich mich schon über falsche Fakten geärgert, sei es in Online- oder Printmedien, oder, in letzter Zeit besonders schlimm, bei mir monatlich per E-Mail zugestellten Finanzmarktpublikationen, dass ich nicht umhinkomme, hier zuerst eine Korrektur einzufügen. Es betrifft dies den kürzlich veröffentlichten Beitrag mit dem Titel «Paradies», worin ich womöglich zu voreilig über das Paradies geurteilt habe, wobei ich zu meiner Ehrrettung anfügen möchte, dass ich damals noch nicht wissen konnte, was wir jetzt hier vorfinden würden. In dieser Hinsicht finde ich meinen Fehler doch ein wenig verzeihbarer als die oftmals dilettantischen Fehler, welche mit ein wenig mehr Recherche oder Fachwissen oder einfach nur mit grösserer Sorgfalt durchaus vermeidbar wären.

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Die längste Schlange der Welt

Wir haben ja wirklich schon viele, für uns zum Teil doch eher exotische, Tiere gesehen. Angefangen von den Nasenbären in Argentinien über Pinguine, Papageien, diverse Affen, Wildschweine, rosafarbene Flussdelfine, Kaimane, bis hin zu den wunderprächtigen Delfinen im Karibischen Meer vor Panama. Doch ein Highlight blieb uns bis kurz vor unserer Abreise vom amerikanischen Kontinent verwehrt: Die längste Schlange der Welt. Als Krönung durften wir diese Schlange nicht nur von aussen betrachten, sondern sogar ein Teil von ihr sein. Stundenlang.

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Paradies

Gemäss der Definition des Dudens ist das Paradies «ein Ort, Bereich der durch seine Gegebenheiten, seine Schönheit, seine guten Lebensbedingungen o. Ä. alle Voraussetzungen für ein schönes, glückliches friedliches o. ä. Dasein erfüllt». Vereinfacht gesagt: Coco Bandera Island. Doch das Paradies will verdient sein.

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Grenzübergänge

Der Grenzübergang von einem Staat in den nächsten ist in unseren Gefilden meist eine einfache Sache. Begibt man sich von der Schweiz in die umliegenden Staaten sind Ausweiskontrollen heutzutage dank des politischen Fortschritts eine Seltenheit, ebenso fallen diese bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums weg. Auch für Reisen in fernere Staaten ist das Flugzeug diesbezüglich das dankbarste Mittel. Irgendwann kommt man zum Schalter, hinter dem ein mehr oder minder gelangweilter Beamter sitzt, der einem je nach Lust und Laune noch ein paar Fragen zum bevorstehenden Aufenthalt stellt, bevor dann eventuell noch ein Stempel in den Pass gedrückt wird. Fertig.

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Bienvenidos a Bolivia

Freitagabend, 18 Uhr. Wir haben Durst. Alle. Zuhause hätten wir nun den Kühlschrank geöffnet, uns ein kühles Getränk ausgewählt und das Problem wäre gelöst gewesen. Vielleicht hätten sich keine Getränke im Kühlschrank befunden, dann hätten wir uns halt ausnahmsweise mit Leitungswasser begnügt. Doch an diesem Freitagabend stand uns keine der beiden Optionen zur Verfügung. Eben erst von einer 3stündigen Wanderung zurückgekehrt waren unsere Wasservorräte zu Ende. Das nächste Boot mit Wasser wird erst morgen früh um 9 Uhr hier Halt machen. Bis dahin besteht die einzige Alternative aus dem verdreckten Wasser aus dem Bächlein nebenan. Aber schliesslich trinken die Wildschweine auch täglich dort, um ihren Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Bienvenidos a Bolivia! Weiterlesen